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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 1.011 mal aufgerufen
 Tierschutz, «Kampfhunde», Rechtliches, Rechtsfälle
S.M. ( Gast )
Beiträge:

15.01.2002 21:13
Jagdaufseher bedroht Hundehalterin antworten
Hallo
In E. (Kanton Aargau) werde ich als Halterin
eines Havanesers (Bichon havanais) wiederholt von dem
Stellvertreter des Jagdaufsehers bedroht, ich duerfe meinen Hund
im Ort und auf dem Feld (weit weg vom Wald) nicht frei herum
laufen lassen. Er hat schon versucht, den Hund mit Fusstritten zu
traktieren oder seinen eigenen , einen bissigen Terrier, auf
unseren Hund zu hetzen. Sein Gewehr hat er auch praesentiert.
Gerne wuesste ich von Ihnen, was ich da unternehmen kann. Mir ist
klar, dass der Hund im Wald nur an der Leine gefuehrt werden
sollte.
Mit bestem Dank und freundlichen Gruessen
S.M.

Marc ( Gast )
Beiträge:

15.01.2002 21:16
#2 RE:Jagdaufseher bedroht Hundehalterin antworten
Liebe Tierfreundin
Vorerst das Rechtliche: Im Wald muss der Hund «unter Kontrolle
gehalten werden können», d.h. dass er nicht jagt oder das Wild
aufstöbert oder dem Wild nachrennt. Wenn der Hund wildert
oder das Wild hetzt, könnte ein Jäger den Hund abschiessen.
Ob dies dann rechtens war, nützt dem Hund und dem Halter nichts
mehr.
Im Klartext: Der kluge Hundehalter nimmt seinen Hund im Wald
an die L.eine und meidet, in der Setzzeit des Rehwildes, die
Waldpartien mit Rehwild.
Dazu gibt es Bestimmungen über das Begehen der Wiesen in der
Vegetationszeit im Frühjahr, die auch für die Hunde gelten.
Diese Bestimmungen sind kantonal (Kanton = Bundesland in D und A)
zeitlich mehr oder weniger gleich und betreffen jedoch immer die
Wiesen die gemäht werden.
In Naturschutzgebieten herrscht Leinenzwang.
Es ist klar, dass wir Hundehalter uns daran halten.
Nun zu Ihrem Stellvertreter des Jagdsaufsehers.
Es geht nicht an, dass dieser Sie in irgendeiner Art und Weise behelligt,
wenn Sie sich korrekt verhalten haben (siehe oben). Schon gar nicht Fusstritte
austeilen oder den Hund auf ihren Hund hetzen. «Das Gewehr präsentieren»
müsste genauer beschrieben sein, drohen mit dem Gewehr ist ein Straftat-
bestand, dazu müssten Sie aber einen Zeugen haben.
Nun, da der Mann sich amtliche Befugnisse anmasst, müsste er sich
ausweisen können, verlangen Sie höflich den Ausweis zu sehen.
Unser Rat: Melden Sie den Vorfall bei der Polizei, wenn kein Posten
vorhanden ist, bei der Gemeinde. Bleiben Sie höflich, aber bestimmt.
Dazu können Sie Rat holen beim nächsten Tierschutzverein oder
einer Tierschutz Melde- und Beratungsstelle.
Da die Geschichte im Kanton AG stattfand: 056 426 20 06
Die Beratungstelle für Rechtsfragen im Tierschutz des STS,
(Schweizerischer Tierschutz) Dr. jur. B. Rebsamen 061 702 20 90
Mit tierfreundlichen Grüssen
Marc

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