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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 465 mal aufgerufen
 Haltung, Verhalten, Erziehung, Unarten
N.N. ( Gast )
Beiträge:

16.09.2004 08:36
Füttern von fremden Katzen antworten

Liebe Tierfreunde
Mit Interesse habe ich Ihren Bericht "Unsere Katze frisst bei den Nachbarn
Prof. Dr. Yair Schiftan " gelesen.
Ich habe eine 8jährige Kätzin die seit einigen Wochen von einer älteren Dame gefüttert wird. Ich hange sehr an meiner Suleika und bin traurig und enttäuscht, dass sie "fremdgeht". Es gefällt ihr so gut, dass sie mir fern bleibt und schon gar nicht mehr heimkommt. Diese Dame hat es sich zum Lebensinhalt gemacht, sämtliche Katzen der Umgebung zu füttern. Dauernd stehen Fressnäpfe vor ihrem Haus herum. Wie sie mir gesagt hat, lässt sie meine Suleika auch in ihr Haus und das passt mir gar nicht. Ich habe vor einigen Tagen bei Frau Hauser protestiert, da sämtliche gut gemeinten Gespräche nicht's gefruchtet hat.
Die Fütterin hält eigene Katzen und füttert diese im Haus.
Was habe ich rechtlich in der Hand - was kann ich unternehmen. Oder muss ich die Faust im Sack machen und meiner Suleika ihren freien Willen lassen?
Ich wäre Ihnen dankbar, wann Sie mir weiterhelfen können.
Freundlicher Gruss von Rapperswil
N.N.

Team SOS Tiere, Uznach ( Gast )
Beiträge:

16.09.2004 08:39
#2 RE:Füttern von fremden Katzen antworten

Liebe Tierfreundin
Das Füttern von fremden, gut gehaltenen «nicht herrenlosen» Katzen, ist falsch verstanden Tierliebe, wie das Taubenfüttern, allerdings mit möglichen, weit schlimmeren Folgen.

Juristisches:
Es ist nicht strafbar. Wenn eine Hauskatze dort Parasiten oder eine Krankheit aufliest, wird die Fütterin schadenerssatztpflichtig (Tierarzt), allerdings ist es mit normalem Aufwand kaum zu beweisen.
Nimmt oder lockt die Fütterin die Katze ins Haus und gibt sie nicht mehr her, ist es eine Entwendung und muss nicht geduldet werden, bleibt die Katze freiwillig, wird es heikel, mindestens die bisher aufgelaufenen Kosten (Kaufkosten, Tierarzt, Impfungen, Kastration usw) muss die neue Besitzerin abgelten.
Gesundheit:
Es ist sehr heikel Fressnäpfe vor das Haus zustellen. Parasiten- (Ektoparasiten zB. Flöhe und Entoperasiten zB. Würner) und Krankheitsübertragungen sind möglich.
Wilde und halbwilde Katzen werden angelockt, dazu möglicherweise Mäuse, Ratten, Marder und Füchse. Es kann auch für Menschen ein Hygieneproblem werden, ebenso könnten Ansteckungen, namentlich von Kindern, erfolgen (zB Fuchsbandwurn) auch indirekt über die eigenen infiszierten Haustiere.

Vorschläge, Vorgehen
Die Fremdfütterung muss aufhören
Ansteckung von Tier und Menschen, Hygieneproblem:
Die Katzenbesitzer der Umgebung tun sich zusammen und gehen gemeinsam vor. Eine gemeinsame Besprechung, bei Uneinsichtigkeit ihr erklären - dass man ihr Verhalten nicht duldet und weitere Schritte unternehmen werde. Nötigenfalls HIlfe beim eigenen Tierarzt holen und/oder die Gemeinde einschalten (zB. das Gesundheitsamt).

Die eigene Katze:
eine Woche Hausarrest, der Katze ein Halsband anziehen ( am besten
Hosengummiqualität mit Druckknopf versehen) mit der Aufschrift «bitte nicht
füttern».
Das Büsi erst hinaus lassen, wenn es gegessen hat, d.h.mit vollem Magen.
In der Nacht drinnen behalten.
Das Büsi jeden Abend, an dieser besagten Futterstelle, holen, und es in der Wohnung behalten. Irgendwann verleidet dem Büsi das Auswärtsessen (evt. der Fütterin auch).

Tierschutz einschalten
Gesundheit der Katzen in den Vordergrund stellen, möglicherweise hört die Fütterin eher auf eine solche Tierschutz-Instanz, als auf Private.
Die Adresse erhalten Sie in dem Falle von uns SOS.Tiere@gmx.ch
Mit tierfreundlichen Grüssen
Team SOS Tiere, Uznach
http://www.tierinformation.ch.tt/

N.N. ( Gast )
Beiträge:

16.09.2004 08:42
#3 RE:Füttern von fremden Katzen antworten

Liebe Tierfreunde
Vielen Dank für die wertvollen Informationen, Sie
haben mir sehr geholfen. Meine Suleika kommt nun wieder
regelmässig nach Hause. Nachdem das vermehrte freundliche
Gespräch mit dieser alten Dame nicht's geholfen hat, blieb mir
nicht's anderes übrig als in einem anderen Ton mit ihr zu
sprechen, was sonst nicht meine Art ist. Scheinbar habe ich sie
so aufgeschreckt, dass sie meine Katze nicht mehr füttert und
Suleika den Heimweg auch wieder findet. Und das ist gut so,
musste ich doch vom Tierarzt eine hartnäckige Zecke entfernen
lassen und auch die Erneuerung der Grundimpfung ist wieder
fällig - wie auch das Vorbeugen gegen Fell-Verfilzung. Das Leben
in der "Fremde" war wohl nicht das richtige für Suleika.
Mit freudlichen Grüssen
N.N.

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